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Thema: DE-Mail Schnittstelle

  1. #1
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    DE-Mail Schnittstelle

    Ich hatte es bereits in der Facebook-Gruppe vorgeschlagen:

    So wie es aussieht, wird DE-Mail auf unbestimmte Zeit die einzige vom Gesetzgeber zugelassene Möglichkeit sein, einen sicheren Übertragungsweg im Sinne des § 174 Abs. 3 S. 4 ZPO zu eröffnen.

    Leider bietet Advoware keine Schnittstelle zu DE-Mail an.

    Wäre es möglich, das einzurichten?

  2. #2
    Administrator Avatar von Uwe van der Horst
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    Das wäre natürlich ein Riesenprojekt. Was spricht dagegen, vorläufig weiterhin das EGVP zu nutzen?
    Dipl.-Ök. Uwe van der Horst
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  3. #3
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    Zitat Zitat von Uwe van der Horst Beitrag anzeigen
    Das wäre natürlich ein Riesenprojekt. Was spricht dagegen, vorläufig weiterhin das EGVP zu nutzen?
    § 130a ZPO.

    http://ervjustiz.de/neu-ab-1-1-2018-...nsicheres-egvp

    und:

    http://ervjustiz.de/erv-mit-den-geri...n-gibt-es-noch

  4. #4
    Erfahrener Benutzer
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    DE Mail finde ich auch gut.
    Wir nutzen EGVP weiter
    und wir sind total zufrieden.
    Eine Einbindung von DE Mail finde ich persönlich aber auch gut.
    Geändert von Ronald Mayer (01.01.18 um 16:17 Uhr)
    Rechtsanwälte MAYER
    Mittelstraße 44
    45549 Sprockhövel

    http://www.anwaelte-mayer.de/

  5. #5
    Erfahrener Benutzer
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    Die Frage, die ich mir stelle, ist: sind wir wegen § 174 Abs. 3 ZPO jetzt verpflichtet, eine DE-Mail-Adresse einzurichten?

    (1) Ein Schriftstück kann an einen Anwalt, einen Notar, einen Gerichtsvollzieher, einen Steuerberater oder an eine sonstige Person, bei der auf Grund ihres Berufes von einer erhöhten Zuverlässigkeit ausgegangen werden kann, eine Behörde, eine Körperschaft oder eine Anstalt des öffentlichen Rechts gegen Empfangsbekenntnis zugestellt werden.

    (2) An die in Absatz 1 Genannten kann das Schriftstück auch durch Telekopie zugestellt werden. Die Übermittlung soll mit dem Hinweis "Zustellung gegen Empfangsbekenntnis" eingeleitet werden und die absendende Stelle, den Namen und die Anschrift des Zustellungsadressaten sowie den Namen des Justizbediensteten erkennen lassen, der das Dokument zur Übermittlung aufgegeben hat.

    (3) An die in Absatz 1 Genannten kann auch ein elektronisches Dokument zugestellt werden. Gleiches gilt für andere Verfahrensbeteiligte, wenn sie der Übermittlung elektronischer Dokumente ausdrücklich zugestimmt haben. Das Dokument ist auf einem sicheren Übermittlungsweg im Sinne des § 130a Absatz 4 zu übermitteln und gegen unbefugte Kenntnisnahme Dritter zu schützen. Die in Absatz 1 Genannten haben einen sicheren Übermittlungsweg für die Zustellung elektronischer Dokumente zu eröffnen.

    Die in Absatz 1 Genannten sind auch wir.

    Viele Grüße

    Rainer Pesch
    Rechtsanwalt &
    Fachanwalt für Medizinrecht

    Kesselsdorfer Str. 14
    01159 Dresden
    www.medizinrecht-dresden.de

  6. #6
    Erfahrener Benutzer Avatar von Anwaelte Wecks
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    Wegen § 130 Abs. 3 Satz 4 ZPO stimme ich den Kollegen Pesch zu, dass wir verpflichtet sind, einen sicheren Übermittlungsweg zu eröffnen. Das wäre das beA gewesen. Ist es auf unbestimmte Zeit aber nicht. Dann müssten wir einen anderen zumutbaren Weg eröffnen. Das wäre de-mail, weil dieser private Anbieter ja in der Lage ist ein zertifiziertes System zu betreiben. Bei der Firma 1&1 habe ich gesehen, dass wir dort für € 10.-/pro Monat ein De-Mail-Konto eröffnen können und dabei sogar (!) unsere eigene Domain (!) als Postfach registrieren lassen können. Also beispielsweise : "Rechtsanwalt-abc.de-mail.de" sodass der Absender sogar ordentlich aussieht. Und bei 1&1 sind im Monatspreis auch 100 De-Mail enthalten. Jede weitere De-Mail kostet dort EUR 0,33.-.

    Damit sind wir in der Lage alle Gerichte zu erreichen (die über EGVP eine Schnittstelle zum De-Mail haben) und auch die Gerichte sind in der Lage die Anwälte über De-Mail zu erreichen.

    Soweit ich das gesehen habe, sind bei De-Mail nur dort registrierte Empfänger erreichbar, anders als bei E-Postbrief.

    Selbst wenn die Anwaltschaft nicht verpflichtet wäre De-Mail einzurichten, besteht zumindest ein aktuelles Bedürfnis die De-Mail zumindest für die Gerichte nutzen zu können.

    Die Frage an AW ist, ob die De-Mail-Datei die dann gesendet / empfangen wurde einfach in die Aktengeschichte importiert werden kann. Das sind wir ja noch von Outlook gewöhnt.

    Außerdem wäre es ein gutes Werbeargument für AW, wenn Sie sagen können: Ja, wir können auch De-Mail.
    Anwälte Wecks
    Kanzlei für Arbeit & Soziales in Nürnberg
    www.anwaelte-wecks.de

  7. #7
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    Ist damit der Beschluss des BGH vom 14. 5. 2013 – VI ZB 7/13; LG Potsdam (lexetius.com/2013,1633) hinfällig? Muß ich nun statt Containersignatur jedes Einzeldokument signieren?
    Kann ich mir nicht vorstellen, der Aufwand ist doch viel zu groß und bringt keine bessere Sicherheit, so hat es der BGH ja treffend festgestellt...

  8. #8
    Erfahrener Benutzer
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    jedes Einzeldokument signieren
    Das ist jetzt ganz dringend anzuraten. Wobei wohl nur der eigentliche Schriftsatz signiert werden muss. Bei Anlagen reichte man in Papier ja auch keine unterschriebenen Kopien ein.

    Ich finde das nicht so viel aufwändiger. Hatte ich schon vor der Entscheidung des BGH zur Containersignatur so gemacht und hinterher beibehalten, weil der Aufwand doch sehr überschaubar war.

    bringt keine bessere Sicherheit
    Das sehe ich auch so. Im BMJ sieht man das aber anders, siehe ERVV.

    siehe auch https://forum.advoware.de/showthread...highlight=ervv
    Heinz-Ulrich Schwarz, RA
    Chemnitz
    winkeladvocat.de
    schwarz-anwaelte.de

  9. #9
    Erfahrener Benutzer Avatar von Varelmann
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    Wir haben uns auch für De-Mail registriert, die Identifikation dauert aber jetzt schon über eine Woche. 1&1 ist nach eigenen Angaben des Supports seit dem "beA-Gate" etwas vom Ansturm überrascht worden.

    Um mich auf die Nutzung von De-Mail vorzubereiten, habe ich etwas recherchiert. Ein Gerichtsverzeichnis scheint es nicht zu geben.

    Nach langer Recherche habe ich herausgefunden: Die De-Mail – Adresse der Gerichte lautet: safe-ID des emailGerichts @ egvp.de-mail.de (Achtung: safe- (bzw. govello-) ID kleinschreiben)

    Die Safe-ID bzw. Govello-ID der Gerichte kann ich allerdings auch nirgendwo finden. Sie sind anscheinend auch nicht in der Gerichtsdatenbank von AW hinterlegt. Kann mir jemand sagen, wie ich da ran komme?
    Geändert von Varelmann (16.01.18 um 10:16 Uhr)
    René Varelmann
    Rechtsanwalt - Notar
    Fachanwalt für Verkehrsrecht
    Kanzlei RechtEffizient in Lingen (Ems)

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